Ziergeflügel

Von alters her werden Vögel von Menschen gepflegt, um sich an ihnen zu erfreuen. Eine Anzahl Arten, die seit zwei Jahrzehnten eine stetige Tendenz aufweist, läßt sich in Menschenobhut züchten.

Solche Arten, die eigens zum Schmuck, zur Freude und Zierde gehalten, gepflegt und gezüchtet werden, sind mit dem Begriff „Ziergeflügel“ gemeint. Der Begriff „Ziergeflügel“ ist keine ornithologisch fest definierte Bezeichnung. Nach heutigem allgemeinen Verständnis zählt man jedoch schwerpunktmäßig alle Arten aus den Sparten

dazu. Allen hierin eingeschlossenen Arten ist eins gemein, es sind grundsätzlich Wildformen und keine Zuchtformen wie zum Beispiel die Haus- und Rassegeflügelarten.

Hühnervögel

Die Ordnung der Hühnervögel (Galliformes) umfasst fünf Familien, etwa 70 Gattungen und mehr als 250 Arten. Von den fünf Familien der Hühnervögel sind die Fasanenartigen fast weltweit verbreitet, während die Zahnwachteln in Nord- und Südamerika, die Hokkohühner in Mittel- und Südamerika, die Perlhühner in Afrika und die Großfußhühner in Australien, Neuguinea und Indonesien östlich der Wallace-Linie leben.

Hühnervögel haben eine Vielzahl von Lebensräumen besiedelt. Dazu gehören gemäßigte Nadel- und Laubwälder, Regenwälder, Kulturland, Steppen, Wüsten, Hochgebirge und die Tundra. Viele Hühnervögel leben auf dem Boden und fliegen nur selten, andere vor allem auf Bäumen. Einige Hühnervogelarten sind domestiziert worden und haben eine große Bedeutung als Ei- und Fleischlieferanten für den Menschen.

Hühnervögel haben zumeist große Körper und, als Kurzstreckenflieger, relativ kurze Flügel. Sie erreichen, je nach Art ein Gewicht von 275 g bis 9,5 kg.
Die Länge des Schwanzes ist sehr unterschiedlich. Er kann fast nicht vorhanden sein, aber auch Längen von bis zu einem Meter erreichen (Pfau).
Die Gefiederfärbung reicht von einem graubraunen Tarngefieder bis zu einem sehr auffälligen, bunten Gefieder. Viele Hühnervögel haben einen ausgesprochenen
Sexualdimorphismus. Meist sind die Männchen auffälliger gefärbt, haben längere Schwänze und einen durch nackte, farbige Hautlappen und bunte Federn verzierten Kopf.

Innerhalb der Klasse der Vögel sind die Gänsevögel (Anseriformes) wahrscheinlich die nächsten Verwandten der Hühnervögel.

(Quelle: Wikipedia)

Taubenvögel

Die Tauben (Columbidae) sind die einzige Familie der Ordnung der Taubenvögel (Columbiformes). Die Familie umfasst etwa 42 Gattungen und mehr als 300 Arten, die größte Artenvielfalt besteht im Bereich von Südasien bis Australien. In der Paläarktis kommen 29 Arten vor, davon fünf in Mitteleuropa. Die Arten der Familie haben einen recht einheitlichen Körperbau mit kräftigem Rumpf und relativ kleinem Kopf, der beim Laufen in charakteristischer Weise vor und zurück bewegt wird.

Die kleinsten Tauben sind etwa so groß wie eine Lerche, die größten Arten erreichen die Größe eines Haushuhns. Die Geschlechter unterscheiden sich in der Regel nur geringfügig. Bei den meisten Arten ist das Gefieder grau, graublau oder braun gefärbt. Einige wenige Arten haben ein sehr farbenprächtiges Gefieder.
Alle Tauben haben einen großen, zweiteiligen Kropf. In diesem wird nicht nur Nahrung gespeichert, sondern auch die sogenannte Kropfmilch zur Fütterung der Nestlinge gebildet. Die äußerst nahrhafte Flüssigkeit wird von beiden Geschlechtern erzeugt.

Tauben ernähren sich überwiegend von pflanzlicher Nahrung. Sie sind anders als viele andere samenfressende Vögel nicht in der Lage, Samen oder Körner mit dem Schnabel zu enthülsen. Samen, Früchte und Beeren, aber auch kleine Wirbellose nehmen sie daher ganz auf und verschlucken sie. Im Gegensatz zu den meisten Vögeln heben Tauben den Kopf beim Trinken nicht an, sondern sie saugen das Wasser auf.

Die Tauben nutzen eine Vielzahl verschiedener Lebensräume. Mit Ausnahme der Arktis und Antarktis kommt die Familie beinahe weltweit vor. Die größte Formenvielfalt findet sich von Südasien bis Australien. Eine große Zahl der Arten bewohnt Wälder, sowohl in den Ebenen als auch in Gebirgen. Einige wenige Arten besiedeln felsige Gebiete oder kommen im Randgebiet von Wüsten und Trockensteppen vor.

Zu den Arten der Tauben, die besonders gefährdet sind, zählen viele, die auf kleinen Inselterritorien endemisch sind. Zum Bestandsrückgang tragen Veränderungen ihres Habitats durch menschliche Eingriffe und die Einführung konkurrierender Arten bei oder Arten, die Beutegreifer der Tauben sind.
Zu den wesentlichen Schutzmaßnahmen gehört die Unterschutzstellung wichtiger Lebensräume. Für einige Arten spielt die Zucht in Menschenhand eine wesentliche Rolle bei der Arterhaltung.
(Quelle: Wikipedia)

Entenvögel

Die Familie der Entenvögel (Anatidae) ist die artenreichste aus der Ordnung der Gänsevögel (Anseriformes). Sie umfasst 47 Gattungen und etwa 150 Arten. Zu dieser Gruppe gehören so bekannte Typen von Wasservögeln wie die Enten, Gänse und Schwäne.
Abgesehen von den Hühnervögeln hat keine andere Vogelgruppe so zahlreiche Wechselbeziehungen zum Menschen: Allein fünf Arten wurden domestiziert, Entenvögel werden wegen ihres Fleisches, ihrer Eier und ihrer Federn gejagt und gehalten. Neben diesen tatsächlich zu Haustieren gewordenen Entenvögeln gibt es zahlreiche halbdomestizierte Arten, die als Parkvögel weltweit eingeführt wurden. Dies hat zur Folge, dass sich Entenvögel außerhalb ihres ursprünglichen Verbreitungsgebiets ausbreiten.

Die Größe der Entenvögel reicht von 30 cm (Zwergenten) bis 180 cm (Trompeterschwan), das Gewicht liegt zwischen 230 g und 22,5 kg.
Der lange, breite Körper der Entenvögel gibt ihnen beim Schwimmen Auftrieb, die Füße sind mit Schwimmhäuten versehen (Ausnahme: Hawaiigans) und setzen weit hinten am Körper an. Der Hals ist oft auffällig lang – vor allem bei Gänsen und Schwänen. Der Schwanz ist meistens sehr kurz und viereckig, manchmal auch leicht gerundet. Nur Ruderenten sind verhältnismäßig langschwänzig. Die wichtigste Funktion des Schwanzes ist die Steuerung im Flug.

Das Gefieder ist sehr dicht und wird mit dem Sekret der gut entwickelten Bürzeldrüse regelmäßig eingeölt, um es wasserabweisend zu machen. Oberhalb der Augen haben alle Entenvögel Salzdrüsen, durch die aufgenommenes Salz wieder ausgeschieden werden kann.
Der Oberschnabel hat eine verhornte Spitze. Er ist mit Tastsinneszellen dicht besetzt. Entenvögel haben einen verhältnismäßig breiten Schnabel, dessen Ränder mit Lamellen versehen sind. Bei den Entenvögeln, die sich von Kleinstlebewesen ernähren, dienen die Lamellen als Filterapparat. Oft finden sich Modifikationen der ursprünglichen Lamellenstruktur, so bei den Sägern, bei denen die Lamellen zu kleinen Zähnen umgebildet sind, die das Festhalten der Fischbeute erleichtern.

Die Flügel der Entenvögel sind kurz und kräftig. Wegen des verhältnismäßig hohen Gewichts der Vögel und der geringen Flügelfläche ist ein permanenter Flügelschlag erforderlich und es sind keine Gleitphasen möglich. Um sich in die Luft zu erheben, müssen vor allem die größeren Arten einige Meter auf der Wasseroberfläche laufen. Einmal in der Luft, können Entenvögel ausdauernd weite Strecken zurücklegen, zum Teil in Höhen bis zu 8000 m.
Alle Entenvögel können tauchen; manche nur im Notfall, andere wie Tauch-, Meer- und Ruderenten bei der täglichen Nahrungssuche.

Viele Entenvögel sind außerordentlich farbenfroh. Meistens gibt es hier einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus, bei dem die Männchen prächtig gefärbt sind, die Weibchen aber unscheinbar graubraun. Eine bemerkenswerte Ausnahme vom üblichen Färbungsschema ist der Paradieskasarka, der als einziger Entenvogel einen umgekehrten Geschlechtsdimorphismus mit farbenprächtigeren Weibchen hat.
Am Ende der Brutzeit durchlaufen Entenvögel eine Mauser, bei der sie kurzzeitig flugunfähig werden und bei der sich Männchen mit dem so genannten Schlichtkleid oft in der Färbung vorübergehend den Weibchen angleichen.

Unter den Entenvögeln haben sich sehr unterschiedliche Ernährungstypen herausgebildet, so dass sich kaum etwas Gemeinsames sagen lässt. Gänse und Schwäne sind vor allem herbivor. Bei den Schwänen dient der lange Hals dazu, den Wassergrund zu erreichen und dort an Wasserpflanzen zu gelangen. Adulte Gänse suchen meistens auf dem Land nach Gräsern, Samen, Kräutern und Moosen – dagegen sind ihre Jungen oft Insekten- und Krebstierfresser.
Die Schwimmenten gründeln mit Hilfe ihrer Schnabellamellen im flachen Wasser, um den Bodenschlamm nach Wasserinsekten, Krebstieren und Pflanzenteilen abzusuchen. Bei der Löffelente ist der Lamellenapparat so verfeinert, dass sie zu einem Planktonfilterer geworden ist. Unter den Meerenten und Sägern findet man viele Vertreter, die nach Kleintieren tauchen. Die Säger sind spezialisierte Fischjäger, die Eiderenten fressen vor allem Weichtiere.
Die Pflanzenfresser nehmen auch Sand und kleine Steine auf, um den Muskelmagen beim Zerkleinern der schwer verdaulichen Nahrung zu unterstützen.

Entenvögel sind auf allen Kontinenten mit Ausnahme der Antarktis verbreitet. Dabei findet man sie an allen Arten von aquatischen Habitaten. Die meisten Arten brüten allerdings am Süßwasser und kommen nur auf dem Zug und im Winter ans Meer; das gilt selbst für die meisten der so genannten Meerenten. Während tropische und subtropische Arten meistens Standvögel sind, unternehmen viele Entenvögel der gemäßigten und vor allem der polaren und subpolaren Zonen ausgedehnte Wanderungen. Bekannt sind vor allem die Züge der arktischen Gänse, die mehrere tausend Kilometer zurücklegen, um ihre Winterquartiere zu erreichen.

33 Arten stehen auf der Roten Liste der IUCN, was für ein artenreiches Taxon mit relativ großen Vögeln ein vergleichsweise geringer Anteil ist.

(Quelle: Wikipedia)

Kontakt/Impressum

Verein für Ziergeflügel Vest Recklinghausen e.V.

www.verein-fuer-ziergefluegel.de
info@verein-fuer-ziergefluegel.de

Amtsgericht Recklinghausen: Nr. 2109

Verantwortlich gem. § 10.3 MDStV
Alfred Dodot
Josef Gehlmann

Webmaster
webmaster@verein-fuer-ziergefluegel.de

Name und Sitz des Vereins
Der Verein führt den Namen – Verein für Ziergeflügel Vest Recklinghausen e. V. – Der Verein hat seinen Sitz in Recklinghausen und ist in das Vereinsregister des Amtsgerichts Recklinghausen eingetragen. Der Verein ist Mitglied des Kreisverbandes der Rassegeflügelzüchter des Stadt- und Landkreises Recklinghausen, des Landesverbandes der Rassegeflügelzüchter Westfalen-Lippe e. V., Sitz Hamm, und des Bundes Deutscher Rassegeflügelzüchter e. V., Sitz Offenbach am Main, sowie des Verbandes der Ziergeflügelzüchter im BDRG.